Foto Archiv
Haus
Unser Haus, der Hof und unsere unmittelbare Umgebung wandeln sich stetig, was in unserem kleinen Bilderarchiv ein wenig zum Ausdruck kommen soll.
Unser Haus wurde 1911 erbaut – es verfügt über eine entsprechend alte, aber recht solide Bausubstanz. Allerdings bedarf es schon einiger Anstrengung durch den Eigentümer, Haus und Wohnungen auf einem aktuellen Standard zu halten, was nicht immer gelingt.
Wir haben im Haus 34 Wohnungen, verteilt im Vorderhaus, Seitenflügeln und Quergebäude in 4 Etagen. Die Wohnungsgrößen der Ein- bis Dreizimmerwohnungen belaufen sich auf ca. 34m² bis hin zu ca. 86m².
Über die Jahre erhielt unser Haus einen neuen Anstrich – im Jahr 2010 straßenseitig und später 2017 im Innenhof. Die Besonderheit war, dass alle Arbeiten zur Putzausbesserung, Grundierung des Mauerwerks und letztlich der Anstrich ohne Gerüst durch engagierte Industriekletterer erfolgte.
Hof
Die Pflanzen, Bäume und Sträucher gedeihen im Hof prächtig und finden großen Anklang bei den Bewohnern und Gästen des Hauses. Allerdings erfolgt die Pflege des Hofes nur durch einzelne Mieter selbst.
Der Rosenbogen im Beet des Quergebäudes ist unserer ehemaligen Hauseigentümerin und ihrem Mann aus Salzburg gewidmet. Eine rote und weiße Rose symbolisieren die Nationalfarben Österreichs. Eine weitere Rose wurde von einer ehemaligen Mieterin – Frau Grun – aus dem Vorderhaus gestiftet. Frau Grun war lange Zeit Hauswartsfrau und ist 2002 gestorben.
Auch fühlt sich die Fauna in unserem Hof recht wohl. Es gibt Eichhörnchen, Mauersegler wohnen unter dem Dach und auch die Fledermaus Gundula dreht jeden Abend ihre Runden im Hof. Ringeltauben und Elstern sind hier auch heimisch und brüten in den Bäumen. Vor Jahren wurden auch Nistkästen für verschiedene Vogelarten an der Hauswand angebracht – ebenso ein Kasten für Fledermäuse und eine Futterstation für Eichhörnchen.
Auch der ebenso niedliche wie lästige Waschbär hat uns schon besucht.
Umgebung
Auch die nahe Umgebung verändert sich – leider nicht immer zum Guten.
Über die letzten zwei Jahrzehnte wurde der Bahnhof Ostkreuz bei laufendem Betrieb komplett umgebaut und verlangte den Anwohnern viel Geduld ab. Die Arbeiten sind nun abgeschlossen – Lärmschutz und Pflege der Außenanlagen sind stark vernachlässigt.
Die Infrastruktur in den Nachbarstraßen – beobachtet seit 1995 – offenbart das jahrzehntelange stadtentwicklungspolitische Versagen des Bezirkes und des Senates.
Gab es früher viele kleine Geschäfte verschiedener Art, findet man heute statt eines Bäckers, Schlüsseldienst, Blumenladen, Bestatter, Installateur, Betten- und Deckenfachgeschäft usw. nur Spätis und Kneipen in unnützem Maß.
Viele Brachen in der Simplonstraße und Revaler Straße wurden mit Wohnhäusern bebaut (siehe Fotos) und auch hier fehlt es an politischem Einfluss und Vermögen, das Potential an Flächen für sozialen Wohnungsbau zu nutzen und es entstanden hochpreisige Eigentumswohnungen. Auch entstanden riesige Bürokomplexe entlang der Revaler Straße, die bei einem aktuellen Leerstand der Büroflächen von 4-5% völlig unnütz sind. Der Neubau des REWE-Marktes an der Revaler Straße erhielt natürlich keine Aufstockung mit 5 Etagen für Wohnen und/oder für Gewerbe.
Die Brache gegenüber unserem Haus wurde in einen Spielplatz mit einer S-Bahn aus Holz verwandelt. Die alten Strommasten, die die Stromkabel über die S-Bahn-Trasse führten, wurden dazu abgebaut (siehe Fotos). Tagsüber ein beliebter Platz für Kinder zum Spielen, nachts ein begehrter Haltepunkt für feiernde und lärmende Reisende ohne Benehmen. Eine ähnliche Nutzung – einhergehend mit Müll und nächtlichem Lärm – ist auch auf dem Lenbachplatz (heute Annemirl-Bauer-Platz) zu verzeichnen.
Da diese beiden großen Spielplätze, neben den Spielplätzen in den Innenhöfen der neuen Häuser, im Helenenhof sowie den beiden Spielstraßen Haasestraße und Döringstraße, nicht ausreichen, wird saisonal einmal wöchentlich die Simplonstraße zwischen Matkowski- und Helmerdingstraße gesperrt, um den Kindern dort das Spielen zu ermöglichen.
Einige der Fotos dokumentieren den Gang der Dinge im Kiez. Viel Freude beim Betrachten.


















































































































































