Dicke Luft | Feinstaubbelastung

Laut der französischen Zeitung Le Monde hat Berlin seit Jahresbeginn mehrere Spitzen bei der Feinstaubbelastung erlebt, wobei die Werte bis zu dreimal so hoch wie das von der EU empfohlene Tageslimit waren.

Während der jüngsten Kältewelle stiegen die PM2,5-Konzentrationen in einigen Bezirken auf 70 µg/m³ – weit über dem als sicher geltenden Grenzwert von 25 µg/m³.

Experten führen dies auf eine Kombination von Faktoren zurück: Frostige Temperaturen, die verschmutzte Luft nah am Boden halten, Emissionen durch den Straßenverkehr, Holzöfen und Schadstoffe, die von Kohlekraftwerken in den Nachbarländern hereindriften.

Obwohl Berlin bereits Umweltzonen eingeführt und Geschwindigkeitsbegrenzungen gesenkt hat, bleiben Autos eine der Hauptquellen der Luftverschmutzung. Fast ein Viertel aller täglichen Fahrten wird weiterhin mit dem Auto zurückgelegt.

Dieses Ereignis wirft eine größere Frage auf:
Wie „grün“ ist Berlin wirklich?

Quelle: Le Monde, Februar 2026

https://www.lemonde.fr/planete/article/2026/02/17/temperatures-glaciales-chauffage-au-bois-et-voitures-le-cocktail-qui-fait-tousser-berlin_6667117_3244.html